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Ayurveda Massage

 

Verfasst durch Dr. Priya, ayurvedische Ärztin im Agastya Ayurveda Garden

Verbreitete Krankheiten und ayurvedische Heilmittel

Wichtig: Alle erwähnten Heilmittel sollten nur in Absprache mit und unter Aufsicht von Ihrem ayurvedischen Arzt oder Ihrer ayurvedischen Ärztin eingenommen werden.

Menstruationsstörungen

Amenorrhoe (Arartava): Ausbleiben der Monatsblutung

Ein physiologisch verursachtes Ausbleiben der Monatsblutung tritt während der Schwangerschaft, der Stillzeit, vor der Pubertät oder nach der Menopause auf.

Daneben gibt es zwei Arten von pathologisch (Pathologie = allgemeine Lehre von den Krankheiten) verursachten Amenorrhoen:

1. Primäre Amenorrhoe                       

Die erste Regelblutung tritt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder länger nicht ein.

Mögliche Ursachen:

  • ein erblich bedingtes Fehlen des Uterovaginal-Kanals oder des Uterus

  • eine angeborene Fehlbildung des unteren Genitaltraktes

  • psychologische Gründe

  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)

  • Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirnes

  • Anämie (Blutarmut)

  • Tuberkulose (früher auch Schwindsucht genannt)

  • Körpergewicht unter 40 kg oder über 70 kg

2. Sekundäre Amenorrhoe                       

Die Menstruation bleibt für 3 Monate oder länger aus, nachdem schon regelmässige Zyklen stattgefunden haben.

Mögliche Ursachen gemäss Ayurveda-Konzept:

  • Unterdrückung der 13 natürlichen Bedürfnisse

  • psychische Anspannung

  • Vata-schädigendes Essen und Benehmen

  • Verunreinigungen

  • Fasten

  • ständige Einnahme von kaltem Essen

  • etc.

Behandlung: mit Jeevaniya Gana (Kräuter mit verjüngender Wirkung)

Medikamente:

  • 2 x täglich ½ Teelöffel Shatavari ghee

  • 2 x 250 mg Chandraprabha vati

  • 2 x 30 ml Draksharistam, jeweils nach dem Essen

  • Rajapravartini vati

  • Sukumaragritham

Diät: Milch, Ghee (geklärte Butter), Sesam, Weizen, Eier, Jaggery (Palmzucker), Hülsenfrüchte (speziell Black Gram) und Suppe mit Schaffleisch wirken sich positiv aus.

Körperliche Ertüchtigung:

  • Mindestens 30 Minuten pro Tag zu Fuss gehen.

Mögliche Behandlungen aus dem Panchakarma:

  • Snehana (Salbungs-Therapie)

  • Swedana (Schwitzen)

  • Vasti (Einlauf)

Oligomenorrhoe

Bei der Oligomenorrhoe erfolgt die Menstruationsblutung in einem Abstand von 35 Tagen oder mehr und behält diesen Rhythmus auch bei.

Ursachen:

  • Trauma durch übermässiges Ausschaben der Gebärmutter

  • Genitaltuberkulose

  • Fehlen der Eierstöcke oder Funktionsschwäche der Eierstöcke

  • Bestrahlung der Eierstöcke

  • Follikel-Zysten

Behandlung:

  • Uttaravasti (Vaginal-Dusche)

  • heilender Ghee (jeevaniya gana) für die innere Anwendung

Wenn die Oligomenorrhoe von einer Anämie oder Fettleibigkeit verursacht wurde, sollten diese Ursachen behandelt werden.

Dysmenorrhoe und prämenstruelle Symptome

Die Dysmenorrhoe ist eine sehr schmerzhafte Regelblutung. Die Schmerzen können so schlimm sein, dass die Erledigung der tägliche Aufgaben nur eingeschränkt möglich ist.

Behandlung:

  • Salbung

  • lokale heisse Umschläge

  • Anuvasana vasti, Ksheera vasti (zwei Formen eines mit Kräutern versetzten Einlaufs)

Medikamente:

  • 2 x täglich 30 ml Ashokarishtam,  jeweils nach dem Essen

  • 1 x täglich 250 mg Rajapravritini vati

  • 3 x 45 ml täglich Tilakashayam, jeweils vor dem Essen

  • 2 x 10 g täglich Rasayana Bhallatakavaleha, jeweils nach dem Essen

Ernährung:

Sesam, Kokosnuss, Jaggery und Milch

Leucorrhoe

Ein übermässiger Ausfluss, der aber nicht agressiv ist, nicht reizt und nie ein Jucken verursacht.

Medikamente und Behandlung

  • 3 x täglich 45 ml Musaleekhadiradhi kashayam, jeweils vor dem Essen

  • 2 x täglich 1 EL Shatavarigulam

  • 2 x täglich 30 ml Ashokaristam, nach dem Essen

  • Uttara vasti mit Triphala kashayam

Menorrhagie

Darunter sind schwere, exzessive Blutungen zu verstehen, die länger anhalten als normal und bei denen der Blutverlust mehr als 80 ml beträgt.

Ursachen:

  • Entzündungen im Beckenbereich

  • Gebärmutterkrebs oder Gebärmutterhalskrebs

  • Fibrome oder Tumore an der Gebärmutter

  • übermässiger Geschlechtsverkehr

  • Gebärmutterpolypen

Behandlung:

  • Bettruhe

  • Operation

  • Ursachenbekämpfung

Medikamente:

  • Vasagritham mit Honig

  • Usheeram, chandanam, kutaja gemischt mit Reiswasser

  • 2 x 30 ml Usheerasavam, Chandanasavam, jeweils nach dem Essen

Vaginitis

Entzündung der Scheide, die von Candida Albicans oder dem Befall mit dem Trichomonas-Parasiten verursacht wird.

Behandlung:

  • Vaginale Spülung mit Triphala-Sud

  • Anwendung von Karanja-Öl

  • Sitzbad mit Triphala

Innerlich:

  • Guggulupanchapalam choornam

  • Chandraprabha vati

  • Musaleekhadiradhi kashayam

Unfruchtbarkeit

Man spricht von Unfruchtbarkeit, wenn eine Frau nach einem Jahr in einer sexuellen Beziehung ohne zu verhüten nicht schwanger geworden ist. Man unterscheidet zwei Arten:

primäre Sterilität: wenn eine Empfängnis noch nie stattgefunden hat

sekundäre Sterilität: wenn die Empfängnis nach bereits vorausgegangenen Schwangerschaften und Geburten fehlgeschlagen ist

Ursachen:

  • ungenügende Spermaqualität

  • eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der Spermien

  • die Eizelle der Frau ist nicht gesund

Verursachende Faktoren bei Männern

  • Fettleibigkeit

  • Schwäche

  • Rauchen

  • Alkoholismus

  • fehlerhafte Spermatogenese

  • Varikozele (erweiterte Venen im Hodensack)

  • Hydrozele (Wasseransammlung im Hodensack)

  • langandauernde Überhitzung

  • Abflussbehinderungen durch Missbildungen oder Tumore

  • Erektionsstörungen

  • etc.

Verursachende Faktoren bei Frauen:

  • schwere Anämie

  • fortgeschrittenes Alter (ab 40 Jahren)

  • Fettleibigkeit

  • Schilddrüsenstörung

  • polyzystisches Ovar

  • Angst

  • eheliche Probleme

  • psychologische Probleme

  • Gebärmutterfehlbildungen

  • Krankhafte Gewebeveränderungen an der Gebärmutter

  • Eierstocktumore

  • Zyklusstörungen etc.

Oft ist es nicht klar bestimmbar, was die Ursachen sind.

Unfruchtbarkeit kann auch durch psychische Probleme wie z.B. Depressionen und Nervosität hervorgerufen werden. Ernährungsstörungen spielen ebenfalls eine grosse Rolle. Häufiges Essen, typen-unverträgliche und mangelhafte Ernährung wirken sich auf den Körper aus.

Behandlung:

Es wird vor allem die Ursache behandelt. Es gibt Behandlungen, um den Stoffwechsel zu stimulieren, sowie Behandlungen, um die Gebärmutter zu stärken.

Medikamente:

  • 2 x täglich 1 TL Phalasarpis

  • 2 x täglich 500 mg Aarogyavardhini

  • 2 x täglich 2 TL Shatavari kalpam

  • Ashokarishtam

  • Sukumaragritham

  • Kalyanakagritham

  • abwechselnd Anuvasana und Asthapana vasti

  • Nasyam

  • Dhanwantharam-Öl für die äusserliche Anwendung

Die Menopause

Die Menopause tritt im Alter von 48 - 55 Jahren ein. In dieser Phase im Leben der Frauen hören die Eierstöcke auf, fruchtbare Eizellen und weibliche Hormone zu produzieren. Der Östrogen-Mangel kann sich psychisch und körperlich auswirken: es kann zu Hitzewallungen, übermässigem Schwitzen, Gefühl von Schwäche und Müdigkeit, Schlafstörungen, Depressionen sowie leichter Reizbarkeit kommen.

Die Behandlung ist individuell.

Medikamente:

  • Dasamoolahareetaki

  • Punnarnavasavam

  • Loha sindooram

  • Mandurs vatakam

Ernährung: Tägliche Einnahme von 1000 - 1500 mg Kalzium. Milch und Milchprodukte sowie Linsen und Süsskartoffeln sind zu empfehlen. Eine mögliche natürliche Östrogenquelle sind Sojabohnen.

Frauen neigen dazu, während der Menopause Gewicht zuzulegen. Auf fettiges Essen sollten sie deshalb weitgehend verzichten und dafür mehr Gemüse in die Mahlzeiten integrieren. Sie können auch Fastentage durchführen und an diesem Tag nur Wasser zu sich nehmen. Tägliche Körper-Übungen unterstützen die Gesundheit. Die Verwendung von Früchten, Gemüse und Milch in der Ernährung hält die Vitamine D und E im Gleichgewicht. Auf Alkohol, Wein, Kaffee, schwarzen Tee und Rauchen ist zu verzichten. Kaffee und schwarzer Tee haben die Eigenschaft, das Kalzium aus den Knochen aufzunehmen und ins Blut weiterzuleiten.

Wenn der monatliche Blutverlust durch die Menstruation in der Menopause ausfällt, nimmt der Eisengehalt des Blutes zu. Frauen sollten daher in der Menopause wenig oder kein Fleisch essen, da Fleisch die Eigenschaft besitzt, mehr Eisen im Körper anzusammeln.

Zusammenfassend sollten Frauen während der Menopause auf ihr Körpergewicht achten, sich ausgewogen ernähren und versuchen, Harmonie in ihr Gefühlsleben zu bringen.

Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen für Gebärmutter- und Brustkrebs sowie die Überwachung der Knochendichte (Osteoporose) sind sehr wichtig!

Verfasst durch Dr. Priya, ayurvedische Ärztin im Agastya Ayurveda Garden

© 2004, Agastya Ayurveda Garden und Intertreck

 

 

 

 

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